Die erfolgreiche Familientherapeutin stellt sich und ihre Arbeit mit entfremdeten Elternteilen hier vor.
Als systemische Therapeutin habe ich mich auf Kontaktabbrüche und Eltern-Kind-Entfremdung spezialisiert. Kontaktabbrüche zwischen Eltern und Kindern können durch
unterschiedliche Gründe verursacht werden, stellen jedoch nie eine langfristige befriedigende Lösung dar. In den USA bezeichnet man die stetige Zunahme von Kontaktabbrüchen inzwischen als „stille Epidemie“.
Eltern-Kind-Entfremdung (EKE) ist eine besondere Form des Kontaktabbruchs zu
ausschließlich einer Elternperson (EP). Bohrende Gefühle der Ungerechtigkeit lassen
Betroffene oft Gerechtigkeit bei Gericht suchen. Doch wird bei Familiengerichtsprozessen in Deutschland häufig ein Prozess um Gewinnen und Verlieren in Gang gesetzt. Dieser Prozess ist sehr teuer und löst EKE oft überhaupt erst aus oder verschlimmert eine bestehende EKE.
Deshalb biete ich zur Überwindung von Kontaktabbrüchen Coaching/Beratung/Therapie an,
die Übergänge sind hier fließend. Das Ziel ist es, die Bindung des Kindes mit beiden
Elternpersonen zu verbessern oder wieder herzustellen.
Direkt nach einer Trennung/Scheidung kann man sich oft nicht vorstellen, je wieder mit dem
Ex-Partner zu sprechen. Hier ist wichtig, den Unterschied zwischen Elternebene und
Paarebene herauszuarbeiten. Denn für die gesunde Entwicklung des Kindes ist es förderlich,
wenn die Bedürfnisse und Wünsche eines minderjährigen Kindes zeitnah (und ohne
Bestrafung) von den Eltern ausgetauscht werden können (= Elternebene). Dies gilt auch für
Eltern, bei denen die Paarebene unwiderruflich beendet ist.
Für das entfremdete Kind äußert sich die Ablehnung einer Elternperson, neben den acht
typischen Verhaltensweisen entfremdeter Kinder, oft durch Zeigen von Autonomie und
Macht. Dies ist der Ausdruck der unausgesprochenen Gefühle der Verletzung und Wut.
Für entfremdete Eltern ist nicht nur der Verlust des Kontakts schmerzhaft, sondern auch der Verlust der Identität und des Selbstwertgefühls. Ich erlebe entfremdete EP immer als sehr verunsichert, oft depressiv, manchmal suizidal. Der Wunsch der entfremdeten EP, dem Kind die eigene (ungerechte) Perspektive darzustellen, ist verständlich, steht jedoch der
Kontaktanbahnung oder -vertiefung im Weg. (Entfremdete) Kinder weichen einer belasteten
EP intuitiv aus.
Viel Erfolg zeigt das therapeutische Aufarbeiten der Traumata/Verletzungen der
entfremdeten EP. Das Selbstvertrauen wird wieder hergestellt, um auch wieder Freude und
Leichtigkeit spüren zu können. Ist dieses Ziel erreicht, wird die Kontaktanbahnung und -vertiefung mit den entfremdeten Kindern leichter- oft überhaupt erst möglich.
Zusammen mit meinen Klient(inn)en erarbeite ich eine Strategie, die der individuellen
Situation entspricht und vom Alter der Kinder, den benutzten Entfremdungsstrategien und
dem Verhalten der entfremdenden EP abhängig ist.
Weitere Informationen erhaltet ihr auf meiner Homepage (www.mb-systemtherapie.org) oder unter direkter Kontaktaufnahme via Mail über info@mb-systemtherapie.org oder per Telefon/WhatsApp +49-176-55033124.
Dr. Marianne Brück, vormals entfremdete Mutter zweier Söhne
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